News – Ring Award

Verleihung des Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich (c) Bernd Weyringer

Schöner Anlass!

1997 entstand im WAGNER FORUM GRAZ unter dem Vorsitzenden Heinz Weyringer die Idee, mit dem RING AWARD einen internationalen Musiktheaterwettbewerb ins Leben zu rufen, der sein Augenmerk im Gegensatz zu anderen ähnlichen Wettbewerben auf die Regiearbeit und auf die Bühnengestaltung richtet. Als nach wie vor weltweit einzige Institution ihrer Art bietet der RING AWARD jungen NachwuchskünstlerInnen eine professionelle Plattform für praxisnahes Arbeiten, um deren Vorstellungen vom heutigen Musiktheater ein internationales Echo zu verschaffen.

Intendant Heinz Weyringer wurde nun für seine jahrelange intensive Förderung des kreativen Innovationspotenzials im zeitgenössischen Musiktheater von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Am 10. Juni wurde Heinz Weyringer diese bedeutende staatliche Auszeichnung von Landeshauptmann Franz Voves in der Aula der Alten Universität Graz übergeben.
Schon 2010 erhielt Heinz Weyringer das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Die Laudatio von Landeshauptmann Franz Voves zur Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für die Verdienste um die Republik Österreich an Heinz Weyringer finden Sie HIER.

 

Marilyn Monroe

Being Marilyn

Mit „DISPLACE MARILYN MONROE“ nähert sich Christoph Rodatz gemeinsam mit dem Kollektiv I CAN BE YOUR TRANSLATOR der Ikone Marilyn Monroe, die auch 50 Jahre nach ihrem Tod nichts an Glanz, Reiz und Widersprüchlichkeit eingebüßt hat. Dabei entsteht ein heterogenes und tragikomisches Szenario aus Choreographien, Narrationen, Improvisationen und szenischen Elementen, in dem diese immer noch präsente Legende den Akteuren als Projektionsfläche für die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung dient und die Zerrissenheit dieser Frauenfigur förmlich greifbar werden lässt. Christoph Rodatz, der am RING AWARD 2000 teilgenommen hat, arbeitet zwischen experimentellem Musiktheater, Videokunst und Kabarett und lehrt mittlerweile an der FH Dortmund im Fachbereich Design.

„DISPLACE MARILYN MONROE“ zu sehen am Haus der Jugend Barmen (14.06.) & Schauspiel Dortmund (17.06.).

Madama Butterfly

‚Madama Falstaff‘

Der steirische Bühnenbildner Nicolaus Webern, der beim RING AWARD 2011 mit Regisseur Morten K. Roesen und Kostümbildnerin Carla Caminati den ring.award.off gewonnen hat, taucht ab 13. Juni 2015 in die Tiefen einer legendären fernöstlichen Romanze ab. Am Theater Regensburg zeichnet er verantwortlich für die Bühne von „MADAMA BUTTERFLY“, die wohl empfindungsreichste Oper Puccinis.

RING AWARD-Jurymitglied und Intendant Peter Spuhler holt Webern danach ans Staatstheater Karlsruhe, wo er die Bühne für Verdis „FALSTAFF“ gestaltet. Premiere am 12. Juli 2015.

Isabel Ostermann © Thomas Bartilla

GÖTTLICH & RUSTIKAL: ‚DER DOPPELTE LIEBESGARTEN‘

Vom 12. bis 28. Juni 2015 laden die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ihre Besucher auf einen musikalischen Streifzug durch die Schlösser und Gärten von Potsdam ein, der Hörgenuss, Augenlust und Sinnenfreude gleichermaßen im Zusammenspiel der Künste vereint.

Isabel Ostermann, Finalistin in der ersten Ausgabe des RING AWARD 1997 und Assistentin von Regiegrößen wie u. a. Peter Konwitschny, Christoph Marthaler, Christoph Schlingensief und Andreas Homoki, wirkt mittlerweile als Persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als Künstlerische Produktionsleiterin der Werkstatt im Schiller Theater an der Staatsoper Unter den Linden. Neben ihrer mannigfaltigen Regietätigkeit fungiert sie auch als Jurymitglied bei mehreren renommierten Gesangs- und Regiewettbewerben.

Am 13. Juni bringt sie im Zuge des Potsdamer Musikfestivals Alessandro Scarlattis Minioper „IL GIARDINO D’AMORE“ sowie Johann Sebastian Bachs „BAUERNKANTATE“ auf die Bühne der Schinkelhalle, des berühmten historischen Reitstalls nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel.

Am 16. Juni gibt es dann nochmals die Gelegenheit, Ostermanns Inszenierungen von „EUROPERAS III & IV“ an der Staatsoper im Schiller Theater zu erleben, in denen man Komponist John Cage als Vordenker der Avantgarde und spiritus rector der Fluxusbewegung musikalisch nachspüren kann. 

Kirschgarten © Chris Rogl

IN VOLLER BLÜTE

Esther Muschol, RING AWARD 05-Semifinalistin, die von Presse wie auch Publikum für ihre Österreichische Erstaufführung der Bühnenfassung von Juli Zehs Kriminalroman „SCHILF“ am Kosmostheater gefeiert wurde und auch mit der erotisch-letalen Ménage-à-trois „DER WEIBSTEUFEL“ am Theater Phönix in Linz begeistern konnte, widmet sich nun am Schauspielhaus Salzburg Anton Tschechows letztem Bühnenstück.

Tschechows „DER KIRSCHGARTEN“ vermittelt eine Ahnung von Abschied, Untergang und Tod, ist aber gleichzeitig eines seiner komödiantischsten und groteskesten Stücke. Der russische Autor verknüpft hier die ökonomische und politische Gesellschaftsanalyse mit der Darstellung des tragisch verfehlten Lebens seiner Figuren und ahnt damit die Zeitenwende des 20. Jahrhunderts voraus.

Premiere am 7. Mai 2015.

COSI FAN TUTTE (c) OPÉRA NATIONAL DE LORRAINE

Liebe, Ehe, unendliche Treue

Der holländische Regisseur Jim Lucassen gewann mit seinem Inszenierungskonzept zu Verdis „RIGOLETTO“ beim RING AWARD 08 den Sonderpreis des Theater Heidelberg. Seinen vielversprechenden Entwurf präsentierte er an der Oper Graz und der Komischen Oper Berlin. Mit zwei weiteren RING AWARD Teams wagte Lucassen auch den Sprung über den Atlantik und präsentierte im Dezember 2008 sein Konzept in New York auf Einladung des Austrian Cultural Forum New York (acfny) vor Gästen des acfny, der NY Wagner Society und der MET.

Nun zeichnet er, mit Premiere am 10. Mai 2015, für die Regie von Mozarts „COSI FAN TUTTE“ an der Opéra de Limoges verantwortlich, die bereits 2012 an der Opéra National de Lorraine in Nancy für Begeisterung sorgte.

Christiane Lutz, Natascha Maraval (c) Atelier 9

Harte Zeiten für den Tod

Das RING AWARD 14-Team Christiane Lutz und Natascha Maraval, das beim großen Finale im Schauspielhaus Graz mit dem Zusatzpreis der RING AWARD-Jury (2.000 Euro) sowie mit einem Inszenierungsangebot am Theater an der Wien (RINALDO) prämiert wurde, gastieren in der Spielzeit 2015/16 an der Semperoper Dresden. Dort bringen sie DER KAISER VON ATLANTIS auf Semper 2, die Studiobühne der Semperoper (Premiere am 19. Februar 2016). Der Komponist und Schönberg-Schüler Viktor Ullmann thematisierte 1943 in seiner Kammeroper allegorisch den Wahn des Nationalsozialismus und warf dabei schonungslos brennende Fragen seiner Zeit auf. Er wurde am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er in der Gaskammer ermordet wurde.

Nora Schmid & Heinz Weyringer

Nora Schmid lenkt ab nun die Geschicke der Oper Graz

Die Oper Graz, seit Beginn des RING AWARD treuer Kooperationspartner sowie mit der Montagehalle jeweils der Austragungsort des Semifinales, zählt zu den renommiertesten Opernhäusern im deutschsprachigen Raum und wurde bei den Internationalen Opera Awards dieses Jahres in der Kategorie ‚bestes Opernensemble‘ nominiert.

Am 14. April 2015 stellten nun die designierte Intendantin der Oper Graz, Nora Schmid, Chefdirigent Dirk Kaftan und der designierte Ballettdirektor Jörg Weinöhl der Fachpresse das Programm für die kommende Saison 2015/16 vor.

Kulturgespräch mit Nora Schmid

Am selben Tag bot sich für ein interessiertes Publikum zusätzlich die besondere Gelegenheit, mehr über den neuen Spielplan der Grazer Oper sowie über die Zielsetzungen der Intendanz von Nora Schmid zu erfahren: Heinz Weyringer, Intendant des RING AWARD und Vorsitzender des WAGNER FORUM GRAZ, lud zu einem exklusiven Kulturgespräch zu sich nachhause ein, bei dem Nora Schmid unter der Gesprächsführung von Kleine Zeitung-Kulturredakteur Ernst Naredi-Rainer über ihre künstlerischen Pläne, Wünsche und Träume Auskunft gab.

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RING AWARD ON TOUR

RING AWARD ON TOUR

Wie inszeniert man eigentlich „DER FREISCHÜTZ“?

Drei junge Teams des RING AWARD 14 folgten der Einladung von Peter Spuhler, Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe und langjähriges RING AWARD-Jurymitglied, und stellten ihre kreativen Ideen und Inszenierungskonzepte zum „FREISCHÜTZ“ vor. Mit einer Gruppe international renommierter Theaterexperten wurde angeregt darüber diskutiert, wie man dieses Werk auf die Bühne bringen kann. Die teilnehmenden RING AWARD-Teams waren die Semifinalistinnen Daniela Kerck (D) & Hannah König (A) und Sandra Pocceschi (F) & Cristina Nyffeler (CH) sowie die Gewinner des RING AWARD 14, Verena Stoiber (D) & Sophia Schneider (D). Die gelungene und innovative Veranstaltung wurde sehr positiv aufgenommen und festigte die Kooperation zwischen Staatstheater Karlsruhe und RING AWARD. 

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David-Hermann

AMORE E MORTE

Der deutsche-französische Regisseur David Hermann, der 2000 beim großen RING AWARD-Finale mit seiner Interpretation von Wagners „PARSIFAL“ den ersten Preis für sein Team verbuchen konnte, inszeniert nun „LA TRAVIATA“ an der Oper Zürich.  Schon zuvor inszenierte er an namhaften Häusern, u. a. an der Oper Bonn, Oper Frankfurt, Deutschen Oper Berlin, am Staatstheater Nürnberg, Luzerner Theater, Theater Basel, an der Semperoper Dresden und am Teatro Real in Madrid. Mit seiner Inszenierung von Mozarts „ASCANIO IN ALBA“, einer Produktion des Nationaltheaters Mannheim, gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. Nun widmet er sich Verdis wohl populärster Oper, deren Musik mit nicht zu überbietender Kraft zwischen den Polen Liebe und Tod oszilliert.

Premiere am 18. April 2015. 

Ariadne auf Naxos von Evelyn De Morgan

KOMPONIST VS. DICHTER / TRAGÖDIE VS. KOMÖDIE

Holger Müller-Brandes ging 1997 als allererster Gewinner aus dem RING AWARD hervor und startete danach

eine internationale Karriere als angesehener Regisseur. Als Spezialist für zeitgenössisches Musiktheater (u. a. „DIE PASSAGIERIN“ am Staatstheater Karlsruhe, die Unterwasseroper „DIE FARBE DES WASSERS“ im Stadtbad Berlin-Neukölln) widmet er sich aber auch immer wieder dem klassischen Repertoire wie z. B. den Mozart-Opern „Così fan tutte“ und „Die Entführung aus dem Serail“, „La Cenerentola“ von Rossini, Webers „Der Freischütz“, Wagners „Der fliegende Holländer“ und der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck.

Ab 19. April gibt es in seiner Regie Strauss’ „ARIADNE AUF NAXOS“ am Theater Luzern zu erleben.

Der Goldene Hahn

DER GOLDENE HAHN

Nikolaus Webern, der 2011 mit seinem Bühnenbildkonzept zur Neubearbeitung der Operette „DIE FLEDERMAUS“ den ring.award off gewinnen konnte, taucht nun am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken gemeinsam mit Regisseur Johannes Pölzgutter in Alexander Puschkins traumhafte Märchenwelt ein. Er entwirft das Setting zu Nikolai Rimski-Korsakows Oper „DER GOLDENE HAHN“, die russische Folklore mit einer verzaubernden Märchenwelt, Fantastisches mit Alltäglichem verschmelzen lässt. Als zugleich beißende Satire wirft dieses russische Kleinod nach Puschkins gleichnamigem Märchen einen schonungslosen Blick auf militärische Unfähigkeit, aristokratische Dummheit und politische Korruption.
Premiere am 14. März 2015

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