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News – Ring Award

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Da eine unserer Formulierungen bezüglich der Qualifizierung zum Semifinale zu einigen Rückfragen eurerseits geführt hat, hier eine wichtige Information:
Alle Teams, die die automatische Bestätigung über den Eingang ihrer Unterlagen erhalten haben, sind noch im Rennen für das Semifinale! Sämtliche eingereichten Unterlagen werden derzeit auf formale Kriterien überprüft und von der Jury gesichtet. Ob ihr es ins Semifinale geschafft habt, werdet ihr Ende Oktober auf unserer Facebook-Seite, unserer Website - aber auch durch eine Benachrichtigung per E-Mail erfahren. Also, noch etwas Geduld - aber wir sind wahrscheinlich schon ebenso gespannt wie ihr!

Auf geht’s zum Semifinale – der erste Schritt ist getan!

Die erste große Schlacht ist geschlagen und wir haben ein offizielles Endergebnis für die Einreichungen: 

200 teilnehmende Personen aus 24 Nationen haben sich für den RING AWARD 2017 beworben und ihre Konzepte eingereicht. Auch wenn es in den letzten Minuten zu kleinen technischen Schwierigkeiten kam, unser Server hat Stand gehalten und die unglaublichen Datenmengen bewältigt.

Was uns besonders freut: Noch nie gab es so viele Einreichungen aus Österreich (27 Teams) und auch zwei neue Länder sind dabei: Weißrussland und Kolumbien.

Alle Teilnehmerinnen, die qualifiziert sind, sich am Semifinale zu beteiligen, wurden bereits via E-Mail verständigt und müssen sich nun ein weiteres Mal gedulden. Vom 7. bis 12. September wird die RING AWARD-Jury in Graz zusammenkommen und sich mit den Einreichungen beschäftigen – das ist Phase 1 der Begutachtung. Nach dieser Woche folgt ein zweiter Bewertungsdurchgang, nach dem dann Ende Oktober die 10 Teams für das Semifinale feststehen.

Termine in Graz im September

Unbedingt vormerken!

Noch befinden sich die drei großen Grazer Theater in der Sommerpause, aber ab September sind Oper, Schauspielhaus und Next Liberty zurück und erwarten Sie mit Theaterfesten und Eröffnungen. Folgende Termine möchten wir Ihnen besonders ans Herz legen:

In der Oper Graz:

3. September: BÜHNENSHOW der Oper Graz
4. September: VOR DER PREMIERE zu TRISTAN UND ISOLDE
10. September: Eröffnungskonzert ZWERGE UND RIESEN
24. September: Eröffnungsinszenierung 16/17 TRISTAN UND ISOLDE
29. September: Wiederaufnahme LA TRAVIATA (Inszenierung: Peter Konwitschny)

Im Schauspielhaus Graz:

9. September: Widerstand zwecklos? Wege in die Spielzeit
15. September: Eröffnungsinszenierung 16/17 DIE NEIGUNGEN DES PETER ROSEGGER
30. September: Premiere DER REVISOR

Im Next Liberty:

18. September: Großes Theaterfest
23. September: Eröffnungsinszenierung 16/17 PETER PAN

8.8., 23.59 Uhr – und nun?

Aus, Schluss und vorbei – jetzt heißt es Warten! Am 8.8. um 23.59 Uhr endete die Frist für die Einreichungen zum RING AWARD 2017 - und nun wird geprüft.  Ein klein wenig Geduld erbitten wir von allen TeilnehmerInnen, denn das Prüfen der Unterlagen durch das Organisationskomitee und Sichten durch die Jury-Mitglieder kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Was genau passiert jetzt ...?

Als erstes erfolgt eine Überprüfung der formalen Kriterien – sind alle Unterlagen eingelangt und erfüllen die TeilnehmerInnen die formalen Kriterien (wurde das Höchstalter nicht überschritten und, und, und, ...)? Nachdem die Mitglieder des Organisationskomitees ihr OK gegeben haben, geht es in die nächste Runde. Vom 07. bis 12. September findet die Sichtung durch die RING AWARD Jury statt, dazu kommen alle Jury-Mitglieder nach Graz. Nach dieser ersten Bewertung erfolgt noch eine zweite Bewertungsrunde, ebenfalls durch die Mitglieder der RING AWARD Jury und Ende Oktober ist es dann soweit: Die 9 Teams für SEMIFINALE im Jänner 2017 werden bekannt gegeben!

Und dann ...?

Ist der Einzug ins Semifinale geschafft, geht es ans Bauen der Bühnenbildmodelle und ans Konkretisieren und Vertiefen des Regiekonzeptes – beides wird auf Herz und Nieren im Jänner in Graz geprüft – durch die Jury, aber auch vom Publikum, das ebenfalls Fragen stellen kann. Alle KandidatInnen für das Semifinale werden selbstverständlich schriftlich benachrichtigt – und natürlich berichten wir auch hier und auf unserer Facebook-Seite über alle Neuigkeiten (www.facebook.com/ringaward).

Einreichungsfrist für 2017 endet am 8. August 2016!

2017 findet der RING AWARD bereits zum 8. Mal statt. Vor fast 20 Jahren gegründet, ist der internationale Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung inzwischen eine Institution im Bereich Nachwuchsförderung. Der Wettbewerb stellt sich zur Aufgabe, aktuelle Entwicklungen der Bühnenumsetzung von musiktheatralischen Werken zu reflektieren. Der RING AWARD ist damit die Chance für NachwuchskünstlerInnen, ihren Vorstellungen vom heutigen Musiktheater ein internationales Echo zu verschaffen.

Wie bereits bei früheren Durchführungen des Wettbewerbes werden an die jungen Künstlerteams, denen jeweils ein/e RegisseurIn und ein/e BühnengestalterIn angehören, mehrere Preise vergeben: der RING AWARD, der Preis des Landes Steiermark, der Preis der Stadt Graz sowie Publikumspreise. Darüber hinaus vergeben mehrere Theater und Opernhäuser Sonderpreise in Form von konkreten Angeboten für Inszenierungen und Bühnengestaltung. Und wir dürfen schon verraten: Der Hauptpreis wird eine Inszenierung an der Oper Graz! 

Gleich zwei Jurys werden die Arbeiten der TeilnehmerInnen begutachten:

Die RING AWARD Jury:

Jossi Wieler, Intendant Oper Stuttgart, Albrecht Thiemann, Opernwelt; Katrin Lea Tag, Bühnen- und Kostümbildnerin; Peter Spuhler, Generalintendant Badisches Staatstheater Karlsruhe; Dietmar Schwarz, Intendant Deutsche Oper Berlin; Peter Konwitschny, Regisseur; Roland Geyer, Intendant Theater an der Wien - Das neue Opernhaus; Serge Dorny, Directeur Général Opéra de Lyon; Peter de Caluwe, Generalintendant Théâtre royal de la Monnaie/De Munt, Brüssel; Nora Schmid, Intendantin Oper Graz ... diese Jury vergibt u.a. den Hauptpreis!

Die IntendantInnen-Jury:
Iris Laufenberg, Intendantin Schauspielhaus Graz; Ole Wiggo Bang, Intendant Wermland Opera, Karlstad, Schweden; Aviel Cahn, IntendantOpera Vlaanderen, Antwerpen & Ghent, Belgien; Valérie Chevalier, Generalintendantin Oper und Orchester Montpellier Languedoc-Roussillon (OONMLR); Per Boye Hansen, Intendant Den Norske Opera & Ballett, Oslo; Michael Klügl, Intendant Staatsoper Hannover; Hein Mulders, IntendantAalto-Musiktheater Essen und Philharmonie Essen; Benedikt von Peter, Intendant Luzerner Theater; Martin Schüler, Intendant Staatstheater Cottbus; Peter Theiler, Intendant Staatstheater Nürnberg

 

Was wurde eigentlich aus ...?
In den letzten zwei Jahrzehnten gingen zahlreiche FinalistInnen aus dem internationalen und in seiner Art einzigartigen Wettbewerb hervor, die inzwischen an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Häusern tätig sind – eine kleine Auswahl:
Zu den ersten FinalistInnen gehörte zum Beispiel Isabel Ostermann, sie ist die designierte Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig. Verena Stoiber und Sophia Schneider (Finalistinnen und Gewinnerinnen 2014) eröffnen heuer die Saison der Oper Graz und sind darüber hinaus an einigen anderen Opernhäusern unterwegs, zuletzt zum Beispiel in Nürnberg. Durch den RING AWARD 2014 haben sich einige Inszenierungsaufträge für sie ergeben – Graz war einer davon.
Katrin Lea Tag, neu in der RING AWARD Jury (sie nimmt den Platz des Kollegen Michael Simon ein, der aus terminlichen Gründen leider ausscheiden musste), ist ebenfalls eine Finalistin der ersten Stunde und heute eine gefragte Bühnen- und Kostümbildnerin. Und Tobias Kratzer wird 2019 die Neuproduktion des TANNHÄUSER bei den Bayreuther Festspielen übernehmen, auch er war Teil eines der Gewinner-Teams. David Hermann, um noch einen männlichen Kollegen aufzuführen, hat gerade in Karlsruhe mit dem RING begonnen. Hermann war der Gewinner des ersten Preises im Jahre 2000, die großen deutschsprachigen Häuser in Berlin und Zürich gehören zu seinen festen Wirkungsstätten.

Die Frist zur Einreichung endet am 8. August 2016. Das Semifinale findet im Jänner, das Finale im Juni 2017 in Graz statt. Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen und natürlich die entsprechenden Antworten dazu sind HIER zu finden.

Katrin Lea Tag, Bühnengestalterin © Monika Rittershaus

Neu in der RING AWARD Jury: Katrin Lea Tag und der RING AWARD 2017

Beim ersten RING AWARD vor fast 20 Jahren war sie eine der Gewinnerinnen: Katrin Lea Tag, Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper und Theater, vervollständigt nun die Jury für den nächsten Wettbewerb ( … dessen Einreichfrist noch bis zum 8. August 2016 läuft!)

Die gebürtige Berlinerin studierte in Wien an der Akademie der bildenden Künste Bühnenbild, Malerei und Graphik, nach mehreren Assistenzen bei Katrin Brack, folgten regelmäßige Zusammenarbeiten mit u.a. Dimiter Gotscheff, Michael Thalheimer, Barrie Kosky, Hans Neuenfels und Christiane Pohle u.a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Burgtheater Wien, an der Oper Frankfurt, an der Staatsoper Hannover, an der English National Opera in London, an der Komischen Oper Berlin, an der LA Opera, bei der Ruhrtriennale 2005 und am Akademietheater Wien.

Zuletzt entwarf sie Bühne und Kostüme für die „Carmen“-Inszenierung von Barrie Kosky an der Oper Frankfurt, die am 5. Juni 2016 Premiere feierte.

Foto © Monika Rittershaus

Auszug aus den Pressestimmen zu dieser „Carmen“:

Manuel Brug schreibt in der Welt: „Sie (Anmerkung: Carmen) ist erst ganz allein auf der nur von einer 16-stufigen, fahrbaren Treppe beherrschten Bühne (ausgestattet von Katrin Lea Tag), ein wortlos rosa Torero in einem sonst stummfilmhaften Schwarzweißambiente. Mit grotesk überschminktem, immer wieder einfrierendem, oder wie wild hüpfendem, dabei großartigem Chor.“ Und über die Regie heißt es weiter: „Der Mann, der nebenbei irgendwie auch noch die Komische Oper in Berlin äußerst erfolgreich leitet, er hat gegenwärtig wirklich einen Lauf.“

Und Michael Dellith schreibt in der Frankfurter Neuen Presse: „Kosky und seiner Bühnenbildnerin Katrin Lea Tag, die auch die schwarz-weißen Kostüme entwarf, die bei den Damen nur in Andeutung das Spanien-Flair mit den typischen Volants zitieren, reicht eine breite Treppe als Kulisse. Sie ist Zuschauertribüne und Showtreppe zugleich und bietet genügend Raum, die riesige Besetzung sinnvoll auf der Bühne zu verteilen. Dabei haben Kosky und sein Team sich von den Ursprüngen der ‚Carmen‘-Oper inspirieren lassen, die ja in der Pariser Opéra Comique uraufgeführt wurde – vor einem Publikum, das vor allem unterhalten werden und auch etwas zu lachen haben wollte. Diesen Ansatz verfolgt Kosky bei seiner Frankfurter Inszenierung konsequent, wenn er die Oper in Revue-artigen Szenen auf die Bühne bringt. Es wird gesungen, getanzt und gejuchzt, was das Zeug hält, bis hin zur Persiflage auf das Torero-Lied – aber immer passend zur Musik, die auch einige Nummern bietet, die sonst nie gespielt werden.“ Und: „Am tragischen Ende der Oper, die ja zeigen will, wie schön, aber auch wie gefährlich Liebe sein kann, setzt Kosky eine inszenatorische Pointe, die hier freilich nicht verraten wird. Der stürmische Applaus des Publikums für diesen ‚Carmen‘-Geniestreich kannte kaum ein Halten (…).“

Rigoletto (c) Foto Jutta Missbach

Gratulation zur Premiere: Stoiber und Schneider inszenieren „Rigoletto“ in Nürnberg!

Am Samstag, 29.05., feierten die beiden ihren Inszenierungs-Einstand am Staatstheater Nürnberg und lieferten mit ihrem „Rigoletto“ ein packendes und intellektuelles Theater. Der Inszenierungsauftrag in Nürnberg ist einer der Preise, den die beiden 2014 beim RING AWARD in Graz mit nach Hause nehmen konnten.
Die Eröffnungsinszenierung der Oper Graz in der Saison 2016/17 werden die beiden Gewinnerinnen des RING AWARD 2014 ebenfalls bestreiten, „Tristan und Isolde“ hat am 24. September Premiere.

Der RING AWARD ist weltweit einzigartig und für den Opern-Nachwuchs im Bereich Regie- und Bühnengestaltung eine ganz besondere Chance. Die FinalistInnen können sich nicht nur einem internationalen Fachpublikum präsentieren, der RING AWARD ist zugleich ein möglicher Start ins Berufsleben, da die Sonderpreise auch Inszenierungsaufträge beinhalten.
Weitere Regieaufträge für Verena Stoiber und Sophia Schneider, im Zeichen des RING AWARD, sind: Inszenierungsangebote der Deutschen Oper Berlin, des Staatstheaters Karlsruhe und an der Oper Graz („Tristan und Isolde“).

Weitere Infos zum „Rigoletto“ in Nürnberg finden Sie hier.

Ein Rückblick und Überblick zum RING AWARD 2014 finden Sie hier.

Foto © Jutta Missbach

Auszug aus den Pressestimmen zur Inszenierung:

„Für die imponierende Premiere gab es sowohl laute ‚Buh‘-Rufe auf der einen Seite aber auch überschwängliche ‚Bravo‘-Bekundungen auf der anderen. Der Nürnberger ‚Rigoletto‘ ist also ein dreifaches ‚Spaßmacherlein‘: musikalisches Erlebnis der Spitzenklasse, psychologische Exkursion in menschliche Abgründe und überraschender Publikums-Spalter. Klasse, wenn Theater immer wieder für Theater und Oper so ‚närrisch‘ für anregende Diskussion sorgt.“ Günter Krusch, Der neue Tag

BR Klassik online schreibt von einer „verstörend brillante(n) Neudeutung von Guiseppe Verdis ‚Rigoletto‘“ und weiter von einer „dezente(n) wie kluge(n) Interpretation“. Auch hier: „Am Ende dann: Großer Applaus, der sich beim Erscheinen des Regieteams zu einem für Nürnberg ungewöhnlich herzhaften Bravo- und Buhkampf steigerte. Theater also, das nicht kalt lässt. So soll es sein!“

Frank Piontek spricht im Opernfreund von der „erstaunlichen Nürnberger Regiedebütantin Verena Stoiber“ und weiter heißt es: „Indem Verena Stoiber und ihre kongeniale Bühnenbildnerin Sophia Schneider den Plot in einer mafiösen wie architektonisch impressiven Hinterhofszene der Gegenwart ansiedeln und die seltsame Geschichte des Narren und seiner meist unter Verschluss gehaltenen Tochter mit Entführungsgeschichten der Gegenwart assoziieren (wofür der Name des österreichischen Kellermädchens Natascha Kampuschs stellvertretend steht), nehmen sie eine Interpretation der komplexen Story vor, die nicht mit einer Umdeutung verwechselt werden darf.“ Und zu guter Letzt: „Mit einem letzten Wort: eine szenisch packende und hochintelligente wie sinnliche Produktion (…).“

In der Nürnberger Zeitung ist zu lesen: „(…) bürstet das junge Inszenierungsteam Verdis Erfolgsoper kräftig gegen den Strich. Das war auch zu erwarten, schließlich haben die beiden 2014 beim Grazer Regiewettbewerb ‚Ring Award‘ viele Preise abgeräumt und damit ein deutliches Startsignal für ihre Karriere gegeben.“ Und weiter: „(…) ein junges Regieteam, vom dem man sicher in den nächsten Jahren noch viel hören wird, eine starke Handschrift und eine prägnante Visitenkarte machen diese ‚Rigoletto‘ zu einem Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte und zu einem qualitätsbeweis für die Vielfalt der deutschen Opernlandschaft.“

Und auch die Deutsche Bühne schreibt:Seit sie (Anmerkung: Verena Stoiber) mit Ausstattungspartnerin Sophia Schneider 2014 den internationalen Ring Award für Regie und Bühne gewann, ist das Team unter Intendanten hoch notiert.“

Verena-Stoiber-&-Sophia-Schneider-©-Atelier-9

Spielplanpräsentation für die Saison 2016/2017: Die Oper Graz

Der April ist traditionell der Monat, in dem Opern- und Schauspielhäuser ihren Spielplan für die kommende Saison präsentieren. Und so möchten wir Ihnen in den nächsten Wochen an dieser Stelle die neuen Spielpläne verschiedener Häuser vorstellen, mit denen wir besonders verbunden sind.

Den Anfang macht die Oper Graz, die am 19. April im Spiegelfoyer des Hauses ihr Programm für die nächste Saison präsentierte – zwei Namen im Zuge der Eröffnungspremiere stechen besonders heraus: Verena Stoiber und Sophia Schneider, die 2014 beim RING AWARD die Hauptpreise für sich beanspruchen konnten.

Aus der Pressemitteilung zur Spielplanpressekonferenz:

„(…) Nora Schmid und ihr Team möchten das Publikum mit neuen Stoffen und Erzählweisen begeistern und inspirieren: ‚Ich bin begeistert, mit welcher Aufmerksamkeit und Neugierde das Publikum uns durch die erste Saison begleitet hat, und ich bin mir sicher, dass wir auch für die kommende Saison einen Spielplan entwickelt haben, der sowohl zu Begegnungen mit Vertrautem einlädt als auch zum Erkunden bislang in Graz nicht gespielter Werke. Mit der neuen Reihe OpernKurzgenuss in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz gilt es, auch außergewöhnliche Orte für das Musiktheater zu entdecken.‘ Die Oper Graz eröffnet die Saison mit einem Meisterwerk rund um eines der größten Liebespaare der Operngeschichte, „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner. Die beiden Gewinnerinnen des RING AWARD 2014, Verena Stoiber und Sophia Schneider, werden – unterstützt von Susanne Gschwender – die berührende Geschichte in Szene setzen, die musikalische Leitung übernimmt Dirk Kaftan.“

Die Oper Graz ist dem RING AWARD seit seiner Gründung vor nunmehr fast zwanzig Jahren ein wichtiger Partner. Die seit der Spielzeit 2015/2016 die Geschicke des Hauses lenkenden Personen, Intendantin Nora Schmied und Dr. Jörg Rieker, Leiter der Abteilungen Dramaturgie & Kommunikation und Stellvertretender Intendant, nehmen innerhalb der RING AWARD-Jury bzw. des Organisationskomitees, die für die Durchführung des RING AWARD unerlässlich sind, wichtige Positionen ein. Ihnen beiden möchten wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank aussprechen!

Isabel Ostermann © Thomas Bartilla

RING AWARD-Finalistin der ersten Stunde

Isabel Ostermann, designierte Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig, gehörte zu den RING AWARD-Finalistinnen der ersten Stunde: Beim 1. internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild im Jahre 1997 schaffte es die gebürtige Braunschweigerin, die seit 2006 an der Staatsoper Unter den Linden (im Schillertheater) als Persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als Künstlerische Produktionsleiterin der „Werkstatt“ tätig ist, mit ihrem Team (Robert Olwitz und Christian Gschier) ins Finale.

Ostermann kam über den Kinder- und Jugendchor zum Theater. „Ich liebe das Theater in Braunschweig. Es hat meine Berufswahl entscheidend beeinflusst“, sagte sie laut einer Mitteilung. An der Staatsoper Unter den Linden inszenierte sie einige Projekte mit dem Internationalen Opernstudio, wie die Kinderoper Der gestiefelte Kater von César Cui (2010) sowie Friedrich Goldmanns Opernphantasie R. Hot bzw. Die Hitze (2012). Am Ende der Spielzeit 2011/12 war sie als Regisseurin bei dem über einen Zeitraum von zwei Wochen laufenden Projekt „Die Musik ist los – 100 Jahre Cage“ im Rahmen des Festivals „INFEKTION!“ beteiligt.

Foto © Thomas Bartilla

Isabel Ostermann studierte Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin u. a. bei Ruth Berghaus, Peter Konwitschny und Gerd Rienäcker. Seit 2001 hat sie eine Reihe eigener Inszenierungen in Berlin, Dortmund, Erfurt, München und Regensburg vorgelegt, so unter anderem Mozarts Le nozze di Figaro, Don Giovanni, La finta giardiniera, Verdis Otello, Jakob Lenz (Wolfgang Rihm), Die Schule der Frauen (Rolf Liebermann), Der Opernball (Richard Heuberger), La Cenerentola (Ermanno Wolf-Ferrari) und Orlando furioso (Antonio Vivaldi).

„Die Teilnahme am ersten (!) RING AWARD war für mich ein sehr spannender und prägender Prozess und bietet für junge Künstler ein wichtiges Podium für die Auseinandersetzung mit großen Stoffen in professionellem Rahmen vor einer hochkarätigen Jury, die es ernst nimmt. Mit diesen Konstellationen kommt man sonst kaum so intensiv in Berührung am Anfang der beruflichen Laufbahn. Die aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Teams sind immer eine Erwägung wert und machen alle ihren Weg. Ich bin dem WAGNER FORUM dankbar und weiterhin verbunden und erinnere mich gern an den Wettbewerb in Graz zurück“, erklärt Isabel Ostermann in Erinnerung an den ersten RING AWARD 1997.

BELLINIS „NORMA“, LIEBE ODER PFLICHTERFÜLLUNG?

Die Ausstatterin Daniela KERCK, die bereits als Semifinalistin beim RING AWARD 14 zusammen mit ihrer Teamkollegin Hannah König ihr Talent bewies, gastiert nun am Luzerner Theater. Für Vincenzo Bellinis Oper „NORMA“, die von der jungen Regisseurin Nadja Loschky inszeniert wird, gestaltet Daniela Kerck (die bereits u.a. am Nationaltheater Mannheim, an der National Opera in Riga, am Schauspielhaus Wien, am Théâtre du Châtelet in Paris und Teatro Zarzuela in Madrid arbeitete) das Bühnenbild.

Bellinis Meisterwerk skizziert das komplexe Seelenleben einer starken Frau, die zwischen Leidenschaft, Wut, Macht, Zorn, Pflichterfüllung und Selbstaufopferung schwankt, wurde sie doch aus Liebe zur Verräterin an ihrem eigenen Volk.

Daniela Kerck wurde vom ehemaligen Jurymitglied des RING AWARD 14 Dominique Mentha, der nach zwölf erfolgreichen Jahren das Luzerner Theater als Intendant verlässt, engagiert. Wir freuen uns sehr, dass Benedikt von Peter, der mit der Saison 2016/17 die Leitung des Hauses übernehmen wird, die Intendanten-Jury beim kommenden RING AWARD 17 verstärken wird.

Premiere am 12. März 2016

Lutz_Maraval

Ein Leben ohne Tod?

Das RING AWARD 14-Finaleteam Christiane Lutz (Regie) und Natascha Maraval (Kostüme) zeigen auf der Bühne der Semperoper Dresden mit „DER KAISER VON ATLANTIS“ die Tücken des ewigen Lebens.

Nach zahlreichen Jugendopern und Uraufführungen (u. a. an der Wiener Staatsoper, am Theater an der Wien, an der Oper Graz, am Theater Augsburg) gibt Christiane Lutz damit ihr Debüt an diesem großen Haus. In der laufenden Spielzeit wird sie noch Engelbert Humperdincks „HÄNSEL UND GRETEL“ und Sergei Banevichs „DIE SCHNEEKÖNIGIN“ inszenieren.

Premiere war am 19. Februar an der Semperoper Dresden.

David-Hermann

Sehnsucht nach Unsterblichkeit

Der deutsch-französische Regisseur David Hermann, der 2000 beim großen RING AWARD-Finale mit seiner Interpretation von Wagners „PARSIFAL“ den ersten Preis für sein Team verbuchen konnte und mittlerweile international große Erfolge feiert, inszeniert nach seinen aufsehenerregenden Inszenierungen von Lachenmanns „DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN“ und Xenakis’ „ORESTEIA“ erneut an der Deutschen Oper Berlin.

Mit „DIE SACHE MAKROPOLUS“ von Leoš Janácek geht es auf die eindringliche Suche nach dem Rezept für ein geheimes Elixier, welches das Leben verlängert.

Premiere war am 19. Februar an der Deutschen Oper Berlin.

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